Michael Götze

Diplom-Pädagoge | Berufsbetreuer


Testamentvollstreckung

Der Erblasser kann durch letztwillige Verfügung, d. h. durch Testament oder durch eine einseitige Verfügung im Erbvertrag einen oder mehrere Testamentsvollstrecker ernennen. Gesetzlich geregelt ist das in § 2197 Absatz 1 BGB. Der Testamentsvollstrecker muss nicht für den gesamten Nachlass bestellt werden; es besteht auch die Möglichkeit, ihn nur für einen bestimmten Erbteil, ein Vermächtnis oder nur zur Beschränkung eines bestimmten Erben einzusetzen.

Aufgabe des Testamentsvollstreckers ist es, die letztwillige Verfügung des Erblassers in dessen Sinne zur Ausführung zu bringen, § 2203 BGB. Voraussetzung ist, dass das Testament rechtsgültig ist, d. h. der Erblasser testierfähig war. Bei der Ausführung hat der Testamentsvollstrecker die Anordnungen des Erblassers und dessen erkennbaren Willen unbedingt zu befolgen, da seine Befugnis auf diesen beruhen und diese für ihn oberste Norm sind. Der Testamentsvollstrecker ist daher an Weisungen der Erben nicht gebunden!


Mitglied im Bundesverband der Berufsbetreuuer/innen e.V.